Du musst nicht dein Leben lang lernen, damit umzugehen.
Mehr Meditation.
Mehr Strategien.
Mehr an dir arbeiten und trotzdem bleibt etwas da.
Es geht auch anders -
wo sich wirklich was verändert und du endlich aufatmen kannst.
Vor über 10 Jahren hat mein Weg begonnen.
Der Wunsch, immer mehr zu mir zu kommen.
In meine Mitte.
Wirklich das zu leben, was ich in mir spüre und was mein Herz will.
Ich hatte glücklicherweise immer diesen leisen Floh im Ohr: “Da ist mehr im Leben.“
Ein Teil von mir hat das nie ganz geglaubt.
Deswegen bin ich losgegangen: Neue Wege ins Unbekannte.
Auch mit Angst, ohne zu wissen, wohin sie führen.
So hat alles angefangen.
Es klingt immer so schön:
„seinen Weg gehen, seinem Herzen folgen”
Das ist es auch!
Und gleichzeitig tragen wir oft Dinge in uns (innere Überzeugungen, Prägungen aus der frühen Kindheit), die dem gegenüberstehen und einen Gegendruck erzeugen.
Da steht man manchmal da und frägt sich: was ist hier eigentlich los?
Bei mir hat sich das durch Zwangshandlungen, innerlichen Angst- und Panikzuständen und extremen inneren Schwankungen.
Es gab Phasen, in denen ich voller Energie war - nach vorne gegangen bin und Dinge umgesetzt habe.
Und dann kamen die anderen Phasen.
Schwere.
Leere.
Sinnentleert.
Momente, in denen ich morgens wach wurde und es schwer war überhaupt aufzustehen.
Und irgendwann war klar: So kann ich nicht weitermachen.
Das hat effektive Werkzeuge auf allen Ebenen erfordert:
Körper, Atmung, Bewusstsein und Gefühl.
Je mehr ich das gemacht habe, desto mehr hat sich wirklich etwas verändert.
Nicht nur in der Weise, wie ich damit umgehe.
Sondern der tiefe Schmerz und Druck, von dem alles ausgegangen ist, konnte sich Stück für Stück lösen.
Und dann brauchte ich diese ganzen Kompensationshandlungen nicht mehr.
Es wurde ruhig, klar.
Ein natürlicher Zustand.
Friedvoll und frei.
Ich bin zuerst den klassischen Weg der Psychotherapie gegangen und habe Psychlogie studiert,
um mich Selbst zu verstehen.
Das hat mir geholfen, doch es hat nicht gereicht: ich kam zwar damit zurecht,
doch diese innere Unruhe war immernoch da.
Es war eine dauerhafte Geräuschkulisse: wie ein Radio, bei dem ich durch die Therapie gelernt habe, die Lautstärke runterzudrehen - leiser, aber immernoch präsent.
Das konnte und wollte ich nicht akzeptieren.
Ich wollte nicht abhängig sein von Merkzetteln und Strategien, um irgendwie klarzukommen.
Also bin ich weitergegangen.
Zum Ursprung - da, wo alles entstanden ist.
Dann wurde ich Mama und alles ging in den Turbogang.
Weil diese inneren Strukturen,aus denen ich mich schon ein Stück herausgearbeitet hatte -
mit den Angstzuständen, der inneren Leere, dieser Sinnentleertheit -
nochmal verstärkt wurden und durch die Geburt und das Wochenbett schärfer an die Oberfläche kamen.
Die Erfahrung, dass sich wirklich etwas lösen kann und dass dann Ruhe einkehrt -
die hat mir den Biss gegeben, weiterzugehen.
Weil mir von Anfang an klar war: Ich will diese leidvollen Muster durchbrechen.
Nicht nur für mich.
Sondern für uns alle.
Für das, was über Generationen weitergegeben wurde, weil es keine andere Lösung gab.
Aber ich hatte die Lösung ja gefunden, und
war entschlossen, echte Veränderung zu bewirken.
Auch in der Beziehung mit meinem Mann gab es viele Höhen und Tiefen.
Seit zwölf Jahren begleiten wir uns durch viele Versionen von uns, Muster und Herausforderungen - insbesondere als wir Eltern wurden.
Heute haben wir das Bewusstsein und die Dankbarkeit dafür, dass genau die Momente,
in denen wir uns vom anderen getriggert fühlen, ein Geschenk sind.
Weil sie uns zeigen, was in uns noch wirkt und wir uns dadurch selbst immer mehr erkennen können.
Und wenn ich sehe, wo wir heute als Familie stehen,
die Verbindung, Wertschätzung und Bewusstsein,
das wir immer mehr füreinander haben,
kann ich nur sagen:
Es hat sich alles gelohnt.